Team

Unser Coaching-Team hat zusammen über 40 Jahre Erfahrung in Digital Humanities-Projekten, und deckt eine Reihe textorientierter Disziplinen und Aufgaben ab. Wir sind erfahren in interdisziplinärer Arbeit und können die besonderen Fallstricke und Zeitfresser realistisch einschätzen.

Alle Coaches sind im Verlauf der CRETA-Werkstatt vor Ort und direkt ansprechbar, einige auch schon vorher.

Evelyn Gius

Digital Philology/Neuere Deutsche Literaturwissenschaft, TU Darmstadt

Evelyn Gius hat Linguistik, Informatik und Philosophie in Hamburg und Neapel studiert und wurde 2015 an der Universität Hamburg in der Literaturwissenschaft mit einer Arbeit über digitale Narratologie promoviert. Seit 2019 ist sie Professorin für Digital Philology/Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Sie war an der Entwicklung des Annotations- und Analysetools CATMA beteiligt und hat in den letzten zehn Jahren in mehreren Annotationsprojekten gearbeitet. Ihr Forschungsinteresse gilt der narrativen Struktur von literarischen Texten und ihrer automatisierten Analyse sowie den Wechselwirkungen zwischen digitalen und etablierten literaturwissenschaftlichen Zugängen in Bezug auf das hermeneutische Textverstehen.

Webseite

Berenike Herrmann

Neuere Deutsche Literaturwissenschaft/Linguistik, Universität Basel

Berenike Herrmann is a linguist as well as a literary scholar. She has a usage-based approach to discourse, with her research situated at textual as well as at the reader response level. Her main research topics have been literary history (modernism, Kafka, and national literatures) and literary theory / the epistemology of DH (“machine learning turn”), as well as the systematic issues style, metaphor, and literary evaluation. Next to literary discourse she studies evaluative discourse on the web and academic writing.

Berenike is a specialist in the application of a principled combination of quantitative and qualitative methods, also called mixed-methods design. Her expertise in quantitative methods includes methods of “distant reading”, that is, stylometry, sentiment analysis, and corpus linguistic frequency analysis (descriptive and inferential statistics) – and corpus design. Her qualitative methods include linguistic and stylistic annotation, discourse analysis, and philological close reading.

She also works on triangulation of textual studies by means of experimental studies (e.g., eye-tracking).

Webseite

Gerhard Kremer

Computerlinguistik, Universität Stuttgart

Gerhard Kremer hat Computerlinguistik an der Universität Stuttgart studiert. Nach der Promotion 2011 an der Universität Trento (Italien) im Bereich Psycholinguistik/Computerlinguistik und einer Post-Doc Stelle an der Universität Heidelberg ist er seit 2015 am Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung in den Projekten CRETA und CLARIN-D beschäftigt. Vor seinem interdisziplinären Hintergrund im Umgang mit semantischen Analysen durch quantitative bzw. statistische Verfahren ist er interessiert an der sinnvollen Nutzbarmachung und dem Veranschaulichen der Funktionsweise von Werkzeugen des maschinellen Lernens für die geisteswissenschaftlichen Disziplinen, sowie der Erhebung und Aufbereitung von annotierten Daten zur nachhaltigen Archivierung und Weiternutzung.

Webseite

Jonas Kuhn

Computerlinguistik, Universität Stuttgart

Jonas Kuhn ist Professor für Computerlinguistik am Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung der Universität Stuttgart. Seine computerlinguistischen Forschungsinteressen gelten linguistisch motivierten daten-gesteuerten Modellen für die Sprachverarbeitung. Daneben verfolgt er seit mehreren Jahren in interdisziplinären Kooperationen das Ziel, Arbeitspraktiken aus Computerlinguistik und Geistes- bzw. Sozialwissenschaften zu einer Synthese zusammenzuführen, die den methodologischen Ansprüchen aller beteiligten Disziplinen genüge tut. Jonas Kuhn ist Direktor des Stuttgarter CLARIN-Zentrums zur Sprachressourcen-Infrastruktur für die Digital Humanities und Direktor des BMBF-geförderten Digital Humanities-Zentrums CRETA zur kritisch reflektierten Textanalyse.

Webseite

Axel Pichler

Philosophie/Literaturwissenschaft, Universität Stuttgart

Axel Pichler studierte Germanistik und Philosophie in Graz und Wien und promovierte 2009 an der Karl-Franzens-Universität Graz mit einer Arbeit über Friedrich Nietzsches philosophische Verfahrensweisen. Seit 2014 ist er Post-Doc am Stuttgart Research Centre for Text Studies, wo er im Rahmen eines Teilprojektes von CRETA an der digitalen Edition und Interpretation von Theodor W. Adornos Ästhetischer Theorie arbeitet. Leitende Interessen in den Digital Humanities sind die fächerübergreifende Methodenreflexion sowie die Reflexion der Operationalisierung von Textinterpretationen.

Webseite

Nils Reiter

Computerlingustik/Digital Humanities, Universität Stuttgart

Nils Reiter hat Computerlinguistik/Informatik an der Universität des Saarlandes studiert, wurde 2013 an der Uni Heidelberg promoviert und ist seit 2014 Post-Doc am Institut für Maschinelle Sprachverarbeitung. Seit seiner Promotion mit dem Titel *Discovering Structural Similarities in Narrative Texts using Event Alignment Algorithms* ist er im Bereich Digital Humanities unterwegs, mit einem besonderen Interesse an Fragen der Operationalisierung, und zwar sowohl im Hinblick auf Automatisierung wie auch auf manuelle Annotation. Er arbeitet dabei auch an praktischen Fragen der Kooperation zwischen Geistes- und Computerwissenschaftler*innen, und organisiert derzeit einen shared task für die Erkennung von Erzählebenen.

Webseite

Gabriel Viehhauser

Digital Humanities, Universität Stuttgart

Gabriel Viehhauser hat Deutsche Philologie/Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Universität Wien studiert und wurde 2007 an der Universität Bern promoviert. Seit 2016 ist er (nach einer einjährigen Lehrstuhlvertretung) Professor für Digital Humanities an der Universität Stuttgart. Ursprünglich aus der germanistischen Mediävistik kommend, hat er sich seit seiner Mitarbeit am ‚Parzival-Projekt‘ einer digitalen Edition von Wolframs von Eschenbach Gralroman aus dem frühen 13. Jahrhundert, den digitalen Geisteswissenschaften zugewandt. Dort gilt sein Interesse neben der Editorik insbesondere der Textanalyse (Stilometrie, Topic Modeling, Netzwerkanalyse und digitale Narratologie) und der Methodenreflexion. Gegenstände seiner Forschung sind die mittelhochdeutsche Literatur im Besonderen, aber auch ein breites Spektrum von fachübergreifenden Forschungsfragen der digitalen Geisteswissenschaften insgesamt.

Webseite