Alle Beiträge von Nils Reiter

CRETA-Coaching: Reflektierte Textanalyse und Operationalisierung

Das Zentrum für Reflektierte Textanalyse (CRETA) bietet 2019 erstmals ein spezielles Coaching an, das sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus den Geistes- und Sozialwissenschaften richtet. Ziel des Coachings ist es einerseits, Grundlagen der maschinellen Textanalyse zu vermitteln, andererseits sollen konkrete Operationalisierungsmöglichkeiten für die vorliegenden Forschungsfragen gemeinsam erarbeitet werden, insbesondere im Hinblick auf die Kombination maschineller und manueller Textanalyse.
Zum Coaching gehört die Teilnahme an mehreren Veranstaltungen, die zwischen dem 9. und 17. September 2019 in Stuttgart stattfinden, sowie eine Beihilfe zu den Reisekosten.

Bewerbungen werden bis zum 15. Juni01. Juli erbeten.

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite https://www.creta.uni-stuttgart.de/coaching/, Rückfragen können auch gerne direkt an nils.reiter@ims.uni-stuttgart.de gerichtet werden.

Der Fontane-Code

Ein CRETA-Team nimmt am kommenden Wochenende am Fontane-Hackathon „Der Fontane-Code“ teil. Das Team besteht aus Sandra Murr, Sarah Schulz, Tim Strohmeyer und Nils Reiter und arbeitet an den Besonderheiten Fontanes im Vergleich mit seinen Zeitgenossen:

Als wiederkehrende Charakteristika werden in den Werken Theodor Fontanes gerne die historischen Referenzräume, die vertikalen Handlungsentwicklungen, der auktoriale Erzählgestus, die Charakterisierung der Figuren im Dialog sowie die Ironie und Humor als Stilmittel herausgestellt.
In unserem Projekt möchten wir uns mithilfe von computergestützten Analysen der Auffindung von diesen und weiteren Aspekten des Erzählstils Fontanes auf Textebene annähern. Wir fokussieren dabei Sprachstrukturen, linguistische Eigenschaften sowie sprach-strukturelle und semantisch-inhaltliche Merkmalen. Um die Besonderheit dieser Aspekte für die Werke Fontanes herauszuarbeiten, ziehen wir Texte zeitgenössischer Autoren wie Wilhelm Raabe und Gottfried Keller zum Vergleich heran und erwirken so eine quantitative und kontrastive Charakterisierung fontanespezifischer Stilmittel.

Kurs: Reflektierte Textanalyse in den Digital Humanities

Im Rahmen der European Summer University in Digital Humanities geben Sarah Schulz und Nils Reiter einen Kurs zur reflektierten Textanalyse:

Der Workshop gibt einen Einblick in die reflektierte Textanalyse und deckt verschiedene, dafür relevante Themen ab. Kernidee dabei ist, den “Vorhang zu Lüften”: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen dabei, wie reflektierte Textanalyse praktisch funktioniert, so dass sie im Anschluss an den Workshop auch angewendet werden kann. Themen des Workshops werden sein: Annotation und Konzeptentwicklung durch Annotation, Programmieren mit Python, Maschinelles Lernen in Theorie und Praxis. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden an ihren eigenen Programmen und Daten arbeiten können, und selbst programmieren und statistische Modelle trainieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber ein Laptop und eine Internetverbindung.

Stuttgart auf der DHd 2018

Logo DHd 2018

Auf der in knapp zwei Wochen stattfindenden DHd-Konferenz 2018 kommen erfreulicherweise eine ganze Reihe Beiträge aus Stuttgart, viele davon sind CRETA-Beiträge:

  • Mo., 26.02., 14-17:30, Workshop: Maschinelles Lernen lernen: Ein CRETA-Hackatorial zur reflektierten automatischen Textanalyse (Nils Reiter, Nora Ketschik, Gerhard Kremer, Sarah Schulz)
  • Mi, 28.02., 9:00-10:30, Vortrag: A Reporting Tool for Relational Visualization and Analysis of Character Mentions in Literature (Florian Barth, Evgeny Kim, Sandra Murr, Roman Klinger)
  • Mi., 28.02., 11:00-12:30, Vortrag: Was Lesende denken: Assoziationen zu Büchern in Sozialen Medien (Jens Beck, Marcus Willand, Nils Reiter)
  • Do., 01.03., 9:00-10:30, Vortrag: Quantitatives „close reading“? Vier mikroanalytische Methoden der digitalen Dramenanalyse im Vergleich (Benjamin Krautter)
  • Do., 01.03., 11:00-12:30, Vortrag: Digitale Modellierung von Figurenkomplexität am Beispiel des Parzival von Wolfram von Eschenbach (Manuel Braun, Roman Klinger, Sebastian Padó, Gabriel Viehhauser)
  • Do., 01.03., ab 17:45, Poster: SustainLife – Erhalt lebender, digitaler Systeme für die Geisteswissenschaften (Johanna Barzen, Jonathan Blumtritt, Uwe Breitenbücher, Simone Kronenwett, Frank Leymann, Brigitte Mathiak)
  • Do., 01.03., ab 17:45, Poster: Entitäten im Fokus am Beispiel von Captivity Narratives (Linda Kessler, Tamara Braun, Tanja Preuß)
  • Do., 01.03., ab 17:45, Poster: NLP meets RegNLP meets Regesta Imperii (Andre Blessing, Andreas Kuczera)
  • Do., 01.03., ab 17:45, Poster: Verhaltensmuster in Massendiskursen: Ein Opinion Dynamics – Modell (Malte Heckelen)
  • Do., 01.03., ab 17:45, Poster: Die Max-Bense-Collection. Digitale Re-Publikation von Erstausgaben mit erweiterten Plattformfunktionen (Claus-Michael Schlesinger)
  • Fr., 02.03., 11:00-12:30, Vortrag: SANTA: Systematische Analyse Narrativer Texte durch Annotation (Evelyn Gius, Nils Reiter, Jannik Strötgen, Marcus Willand)

Maschinelles Lernen lernen: Ein CRETA- Hackatorial zur reflektierten automatischen Textanalyse

Logo DHd 2018

Wir freuen uns, dass unser Hackatorial im Rahmen der DHd 2018 stattfinden kann, und laden herzlich dazu ein mitzumachen! Die Veranstaltung findet statt am Montag, 26.02.2018, von 14 bis 17:30 Uhr. Anmeldungen sind im Zuge der allgemeinen Konferenzanmeldung möglich.

Ziel unseres Hackatorials ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern konkrete und praktische Einblicke in einen Standardfall automatischer Textanalyse zu geben. Am Beispiel der automatischen Erkennung von Entitätenreferenzen gehen wir auf allgemeine Annahmen, Verfahrensweisen und methodische Standards bei maschinellen Lernverfahren ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können beim Bearbeiten von lauffähigem Programmiercode den Entscheidungsraum solcher Verfahren ausleuchten und austesten. Es werden keinerlei Vorkenntnisse zu maschinellem Lernen oder Programmierkenntnisse vorausgesetzt.

Es gibt keinen Grund, den Ergebnissen von maschinellen Lernverfahren im Allgemeinen und NLP-Tools im Besonderen blind zu vertrauen. Durch die konkreten Einblicke in den „Maschinenraum“ von maschinellen Lernverfahren wird den Teilnehmenden ermöglicht, das Potenzial und die Grenzen statistischer Textanalysewerkzeuge realistischer einzuschätzen. Mittelfristig hoffen wir dadurch, den immer wieder auftretenden Frustrationen beim Einsatz automatischer Verfahren für die Textanalyse und deren teilweise wenig zufriedenstellender Ergebnis-Daten zu begegnen, aber auch die Nutzung und Interpretation der Ergebnisse von maschinellen Lernverfahren (d.h. in erster Linie von automatisch erzeugten Annotationen) zu fördern. Zu deren adäquater Nutzung, etwa in hermeneutischen Interpretationsschritten, ist der Einblick in die Funktionsweise der maschinellen Methoden unerlässlich. Insbesondere ist die Art und Herkunft der Trainingsdaten für die Qualität der maschinell produzierten Daten von Bedeutung, wie wir im Tutorial deutlich machen werden.

Neben einem Python-Programm für die automatische Annotierung von Entitätenreferenzen, mit und an dem während des Tutorials gearbeitet werden wird, stellen wir ein heterogenes, manuell annotiertes Korpus sowie die Routinen zur Evaluation und zum Vergleich von Annotationen zu Verfügung. Das Korpus enthält Entitätenreferenzen, die im „Center for Reflected Text Analytics“ (CRETA) in den letzten zwei Jahren annotiert wurden, und deckt Texte verschiedener Disziplinen und Sprachstufen ab.

CUTE Evaluationsdaten

Die CUTE-Evaluationsdaten sind nun verfügbar. Im zip-Archiv befindet sich ein Unterordner namens eval mit neuen Texten zu den vier Genres (Briefroman, mittelhochdeutscher Artusroman, Parlamentsdebatte, Philosophischer Text).

Das Paket kann hier heruntergeladen werden (ohne Adorno, wegen Copyright). Wer sich vorher schon für das komplette Datenset (inkl. Adorno) registriert hat, kann den Download-Link aus der E-Mail wiederverwenden oder sich hier einen neuen besorgen.

Submissions

Evaluationsdaten für den CUTE shared task (track 1) sollten entweder im XMI oder CoNLL-Format eingereicht werden. Bitte schicken Sie die annotierten Daten bis inkl. Montag, 5. Dezember, an <cute@ims.uni-stuttgart.de>. Bitte geben Sie auch an, welche Genres und Entitätentypen annotiert wurden (wenn nicht alle).

CRETA auf der DH 2016

Auf der DH2016 — der globalen Digital Humanities-Konferenz — ist CRETA mit zwei Beiträgen und einem Workshop beteiligt.

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Emotionsprofil für Amalia aus Kafka's Schloss Unter dem Titel Automatic Emotion Detection for Quantitative Literary Studies — A case study based on Franz Kafka’s “Das Schloss” und “Amerika” stellen Roman Klinger, Surayya Samat Suliya und Nils Reiter ein Lexikon zu Emotionen sowie erste Experimente zur automatischen Emotionserkennung in literarischen Texten vor. Das Papier kann hier im Volltext heruntergeladen werden, Lexika sowie Code gibt es hier.

Im Beitrag mit dem Titel Authorship attribution of Mediaeval German Text: style and contents in Apollonius von Tyrland stellen Sarah Schulz, Jonas Kuhn und Nils Reiter stilometrisch inspirierte Arbeiten zu Heinrich von Neustadts Apollonius von Tyrland vor, einem Werk mit teilweise unklarer Autorschaftssituation. Das Papier kann hier im Volltext heruntergeladen werden.

Am Workshop From Digitization to Knowledge ist Nils Reiter als einer der Organisatoren und Gutachter beteiligt. Während die Digitalisierung von Büchern und Werken in vollem Gange ist, widmet sich der Workshop der Frage, wie es danach weitergeht. An digitalisierten Artefakten sind wir ja per se nicht interessiert, sondern an Auswertungen und Analysen der Inhalte der Artefakte.
Der Workshop findet statt am 11. Juli und beginnt um 09:30.

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